```html Forschung und Entwicklung

Forschung zum Anlagenkomplex

LiDAR-Geländemodell der Westburg (Geländestrukturen der Burganlage)
Moderne Laserscan-Verfahren (LiDAR) ermöglichen es, auch unter dichtem Waldbestand Geländestrukturen sichtbar zu machen. Auf dem Geländemodell der Westburg lassen sich deutlich der umlaufende Burggraben, das Innenplateau sowie weitere Geländestrukturen erkennen. Die Daten geben einen Eindruck von der ursprünglichen Gestaltung der Burganlage, deren Mauern heute weitgehend unter Erde und Vegetation verborgen liegen. Die Westburg gilt als die ältere, größere und ursprünglich auch repräsentativere der beiden Anlagen. Dagegen war Ostanlage vermutlich ein stärker wirtschaftlich und administrativ geprägter Bereich. Von dieser Anlage ist heute vor allem das erhaltene Kellergewölbe sichtbar.
Modellhafte Rekonstruktion der Westburg
Auf Grundlage der im Gelände erkennbaren Strukturen lässt sich eine mögliche Anordnung der Gebäude der Westburg vorstellen. Das Modell zeigt eine mögliche Anordnung der Gebäude der Westburg auf Grundlage der im Gelände erkennbaren Strukturen.
Die tatsächliche Bebauung kann davon abgewichen haben; viele Details lassen sich erst durch archäologische Untersuchungen klären.

Cent Dautphe
Gerichts/Tanzplätze
Neben der Burganlage des Hohenfels gehörten zur historischen Landschaft der Cent Dautphe vermutlich mehrere sogenannte Tanz- oder Gerichtsplätze. An solchen Orten wurde im Mittelalter häufig unter freiem Himmel Recht gesprochen. Sie dienten als Versammlungsorte der Bevölkerung und waren eng mit der regionalen Gerichtsordnung verbunden. Der Hohenfels war Sitz der Gerichtsherren der Cent Dautphe und damit ein zentraler Ort der regionalen Gerichtsbarkeit. Es liegt daher nahe, dass die Burganlage in einem funktionalen Zusammenhang mit solchen Versammlungsorten der Region stand.

Kartierungsprojekt
Der Burgverein Hohenfels arbeitet derzeit daran, diese historischen Plätze im Raum der ehemaligen Cent Dautphe zu dokumentieren und kartographisch zu erfassen. Ziel ist es, die historische Gerichtslandschaft der Region – mit dem Schwerpunkt Hochmittelalter – besser zu verstehen und sichtbar zu machen. Im Rahmen dieses Projekts werden verschiedene Quellen zusammengeführt, darunter historische Hinweise, Flurnamen, alte Karten sowie lokale Überlieferungen.

Beteiligung
Das Kartierungsprojekt versteht sich bewusst als gemeinsames regionales Forschungs- und Dokumentationsvorhaben. Hinweise auf mögliche historische Gerichts- oder Tanzplätze sind daher willkommen.
Relevant sind beispielsweise:
  • Flurnamen
  • alte Karten oder historische Hinweise
  • lokale Geschichten und Dorfüberlieferungen

Die Ergebnisse sollen langfristig dazu beitragen, die historische Landschaft der Cent Dautphe besser zu erschließen und die Rolle des Hohenfels innerhalb dieses Raumes verständlicher zu machen.