```html Besuch am Hohenfels

Besuch am Hohenfels

Lage
Der Hohenfels liegt im oberen Lahntal zwischen Marburg und Biedenkopf auf einem bewaldeten Höhenzug über der Lahn. Er befindet sich zwischen den Ortschaften Buchenau, Friedensdorf, Allendorf und Elmshausen.

Anreise
Über die B62 nimmt man die Abfahrt Allendorf (35232 Dautphetal – Allendorf) und folgt der Beschilderung zum Sportplatz.
Der Hohenfels selbst ist nur zu Fuß erreichbar. Eine Einfahrt mit dem Auto in den Wald ist nicht gestattet.
Kürzester Weg:
Vom nächstgelegenen Parkplatz führt ein Stück Teerweg zu einem Feldweg linker Hand, der nach etwa 50 Metern zum Waldeingang führt. Von hier aus hat man einen schönen Blick in das Dautphetal.
Vom Waldeingang aus führt ein kurzer Waldweg zum Gelände der einstigen Doppelburganlage. Festes Schuhwerk wird empfohlen. Nach insgesamt etwa 20 Minuten Gehzeit mit moderater Steigung führt der heutige Waldweg Schritt für Schritt über das Gelände der ehemaligen Burganlage.
Für den Besuch der Burgberge von Ostburg und Westburg verlässt man den Weg und bewegt sich frei im Gelände.

Wanderwege die durch den Anlagenkomplex Hohenfels führen:
Dautphetaler Wanderweg D1 - Hohenfelser Tour
Dautphetaler Wanderweg D10 - Elmshäuser Zeitreise
Hessenweg X10
Lahnwanderweg
Lahnhöhenweg

Zugang und Besuch des Anlagenkomplexes
Wer hohe Burgmauern erwartet, wird sie eher in Biedenkopf oder Marburg finden – Anlagen, die bis weit in die Neuzeit hinein immer wieder umgebaut und verändert wurden, auch in ihrer Grundstruktur.

Am Hohenfels ist das anders. Hier ist ein Gespür für das Hochmittelalter gefragt. Hatte man um 1250 oder 1300 wirklich schon Schlossanlagen in den Dimensionen späterer Jahrhunderte? Die Antwort lautet: nein.

Gerade deshalb ist der Hohenfels besonders. Während viele Burgen im Laufe der Zeit überbaut oder vollständig verändert wurden, blieb die Anlage seit dem späten 13. Jahrhundert weitgehend unangetastet. Trotz fehlender hoher Mauern erlaubt das Zusammenspiel von West- und Ostburg sowie den weitläufigen Verteidigungsstrukturen einen ungewöhnlich unverstellten Blick in diese Zeit.
Mit rund einem Hektar Kernanlage und insgesamt fünf bis sieben Hektar Burg- und Verteidigungsraum war der Hohenfels im 13. Jahrhundert ein beachtlicher Anlagenkomplex.

Ein Rundgang über den Burgberg der Ostburg und der Westburg dauert nur wenige Minuten – wer genauer hinschaut, entdeckt jedoch eine überraschend große Anlage. Wer den Ort aufmerksam erkundet, kann noch heute vieles erkennen: Wo standen Gebäude? Wie waren sie angeordnet? Welche Stärke hatten die Mauern? Aus solchen Spuren lassen sich erstaunlich viele Rückschlüsse ziehen.

Und vielleicht liegt darin auch ein besonderer Reiz des Hohenfels: Neben der wissenschaftlichen Betrachtung bleibt jedem Besucher Raum für eigene Vorstellungen. Mit Logik und Gespür, mit Phantasie und Kreativität lässt sich ein ganz persönliches Bild der Burganlage entwickeln – oder man lässt einfach die Ruhe und Magie des Ortes auf sich wirken.

Wer tiefer in die Geschichte und die Strukturen der Anlage eintauchen möchte, kann den Hohenfels auch im Rahmen einer Führung erleben. Der Burgverein bietet nach Absprache geführte Wanderungen an, bei denen Geschichte, Landschaft und die Besonderheiten der Anlage erläutert werden.
Der Hohenfels zeigt weniger Mauern – dafür umso mehr Geschichte im Gelände.

Geführte Wanderungen

Der Burgverein Hohenfels bietet nach Vereinbarung auch geführte Wanderungen zur Burganlage an.

Dabei werden Geschichte, Landschaft und die Strukturen der Anlage erläutert.

Das Angebot richtet sich an Schulklassen, Wandergruppen, Vereine sowie private Gruppen – sowohl aus der Region als auch von außerhalb.
Anfragen sind über den Verein möglich.

Eine Spende zur Sicherung des Kellergewölbes und zur Sichtbarmachung des Ruinenkomplexes nehmen wir dafür gerne entgegen.


Hinweise zum Besuch

  • Der Hohenfels liegt in einem Waldgebiet und ist Teil eines sensiblen Naturraums.
  • Bitte bleiben Sie auf den vorhandenen Wegen im Wald.
  • Bewegen Sie sich auf der Burganlage vorsichtig und nehmen Sie Rücksicht auf Natur, Gelände und die historische Anlage.
  • Der Besuch der Burganlage erfolgt auf eigene Gefahr.